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Gigaherz.ch 107. Rundbrief Seite 11
 5G: Die 5 Giga-Gägs
Eine Anleitung, wie auch funktechnische Laien die 5 Gägs der Mobilfunklobby auf einfache Art kontern können.
Von Hans-U. Jakob (Präsident von Gigaherz.ch), Schwarzenburg, 1. März 2019
Laut dem Antennenhersteller ERICSSON wei- sen 5G-Sendeantennen eine 8 bis 16 mal höhere Sendeleistung auf als bisherige Mobilfunk-Sen- deantennen. Das bedeutet für Anwohner, in Volt pro Meter gemessen, eine 3 bis 4 mal höhere Strah- lenbelastung.
Zur Zeit wird dies von den kantonalen Um- weltämtern in einer Kumpanei mit den Mobilfunkbetreibern mit den nachfolgenden 5 Gägs zu vertuschen versucht.
G1) Die Schweiz hat 10mal strengere Grenzwerte als das europäische Umland. Da liegt eine moderate Lo- ckerung um den Faktor 3 bis 4 längstens drin.
Antwort: Das mit den 10mal strengeren Schweizer Grenzwerten ist der allergrösste Schwindel, welcher dem Schweizervolk jemals übergezogen wurde.
Die Schweizer Behörden rechnen und messen ledig-
lich dort, wo die Strahlung aus rein physikalischen
Gründen ganz von selbst auf 10% zurückgegangen
ist. Im Ausland kennt man ausschliesslich nur Si-
cherheitsabstände von 4-8 Metern vor einer An-
tenne, wo sich nie ein Mensch aufhalten darf. Auch
nicht kurzzeitig. In der Schweiz dagegen rechnet
und misst man dort, wo sich Menschen dauernd
aufhalten müssen, weil sie da wohnen oder arbei-
ten. Und hier ist die Strahlung aus Gründen der
Distanz, der Abweichung zur Hauptsenderichtung
und aus Gründen der Gebäudedämpfung ganz von
selbst auf 10% zurückgegangen. Auch im Ausland. www.gigaherz.ch/schweizer-grenzwertschwindel-kurz-und-klar/
G2) 95% der Strahlung am Kopf des Menschen stammt vom Handy und nur 5% von der Antenne auf dem Nachbardach.
Antwort: Das stimmt, wenn man die Strahlung am
Kopf mit dem Fieberthermometer auf 5 Stellen
nach dem Komma genau misst. Mit dem Strah-
lungsmessgerät gemessen ist es jedoch gerade um-
gekehrt. www.gigaherz.ch/der-kanton-zuerich-will-lehrer-zum-luegen-
zwingen/
G3) 5G benötigt nur einen Bruchteil der Sendeleis- tung der bisherigen 3G- und 4G-Anlagen. Die Strah- lenkeule (sprich Beam) wird mittels Beamforming bei 5G direkt auf den Mobilfunk-Teilnehmenden ausgerichtet.
Mit 1 bis 3 recht harmlosen Beams können innerhalb eines Kreissektors von 120° die Mobilfunk-Teilneh- menden direkt erreicht werden und neben diesen Beams ist die Befeldung (sprich Strahlung) minimal.
Antwort: Eine 5G-Antenne von ERICSSON strahlt nicht nur mit einem Beam, wie im Bild oben, auch nicht mit nur 3 Beams, wie behauptet wird, son- dern mit 64. Das heisst, je 8 nebeneinander und je 8 übereinander.
Und innerhalb eines Kreissektors von 120° können sich niemals gleichzeitig nur 3 Mobilfunk-Teilneh- mende aufhalten, sondern bis zu 1280. Das heisst bis 20 pro Beam. Und dann geht die Post ab. Da gibt es in einem Kreissektor von 120° keine Schatten mehr, da ist der hinterste Winkel grell ausgeleuch- tet. Dann beträgt laut Angaben des Antennenher- stellers die E-Feldstärke auf einer Distanz von 18m, da wo die ersten Fassaden stehen, 61V/m (Volt pro Meter). Was einer 12-fachen Überschreitung des Grenzwertes von 5V/m entspricht. www.gigaherz.ch/dringende-warnung-vor-5g/ Rechenbeispiel: 61V/m auf einer Distanz von 18m entsprechen auch einer Sendeleistung von 25’000Watt ERP. Während bisherige Sektoranten- nen im Schnitt 1500-3000Watt ERP abstrahlen.
61V/m auf einer Distanz von 18m ergeben auf einer Distanz von 36m noch 30,5V/m und auf 72m noch 15.25V/m und auf 144m noch 7.12V/m. usw usw. Alles bei einem Grenzwert von 5V/m
G4) Es gibt tausende von wissenschaftlichen Studi- en, die nachgewiesen haben, dass Mobilfunkstrah- lung völlig unschädlich ist.
Antwort: Da fehlt etwas. Es muss heissen, tausen-
 































































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