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Gigaherz.ch
100. Rundbrief
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 Ein einig Volk von Brüdern
«Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern» sagen die Swissgrid- zu den Bundesamtsdirektoren. Dummerweise haben sie dabei die Schwestern vergessen ...
Von Hans-U. Jakob, Präsident von gigaherz.ch, Schwarzenburg, 14. Juni 2017
... nämlich die sieben mutigen Frauen von Grône im Kanton Wallis, die sich seit 2014 gegen die Wal- liser Freileitung engagieren - siehe www.gigaherz. ch/frauen-power-im-wallis/.
doch ein ganz einfaches Rezept: «Unter den Boden damit».
Ein Beitrag von SRF in „Schweiz
aktuell“ vom 7. Juni 2017 zeigt
den lauten Protest in Chippis.
400 Anwohner demonstrieren
gegen die Freileitung und ver-
langen eine Bodenverlegung
der neuen Stromleitung: www. srf.ch/news/regional/bern-frei- burg-wallis/widerstand-gegen-walliser-stromlei- tung.
Niemand in diesem Land ist gegen Um- und Ausbau der Stromnetze im Sinne der Energiewende. Doch die Bevölkerung ist nicht mehr länger bereit, sich ihre Gesundheit und die schöne Landschaft durch Monsterleitungen von 70-90m Höhe kaputt ma- chen zu lassen. Die Technologie zur Erdverlegung von Höchstspannungsleitungen ist seit 15 Jahren vorhanden und wartet nur darauf endlich angewen- det zu werden.
Reichlich naive Vorstellungen hat man offensichtlich immer noch im Departement Leuthard (UVEK) und auch bei Swissgrid selbst. Anstatt jetzt endlich die Planung unterirdischer Hochspannungsleitungen an die Hand zu nehmen, so wie dies das Bundesgericht bereits in vier Fällen verfügt hat, glaubt man immer noch mit einigen Informationsveranstaltungen die Bevölkerung umstimmen zu können. Immer mit der Drohung: «Und seid ihr nicht willig, so brauchen wir Gewalt und ändern einfach die Gesetze.» 1 2 3
Nicht nur die Gesetze sollen geändert werden, jetzt ist man auch noch daran die Wissenschaft zu kor- rumpieren. Es werden doch tatsächlich Forschungs- arbeiten ausgeschrieben, um herauszufinden, wie man die Akzeptanz von Hoch- und Höchstspan- nungsleitungen verbessern könnte. Dabei gäbe es
1 www.gigaherz.ch/so-bescheisst-der-bundesrat-das-volk/
Die Forschungsstiftung Strom-und Mobilkommuni- kation führt zur Akzeptanz von Höchstspannungs- leitungen am 29. Juni 2017 bereits einen ersten Science- Brunch durch und verknüpft das Thema gleich mit Angstmache- rei, dass wenn diese Akzeptanz nicht schlagartig besser würde, die Energiewnde auf dem Spiel
stehe. 4
Die FSM ist zu 98% von der Industrie finanziert und deren Arbeiten werden von den auf nichtionisie- render Strahlung spezialisierten Umweltorganisati- onen deshalb nicht anerkannt.
Gigaherz.ch betrachten die FSM als riesige Geld-
waschmaschine, die höchst verdächtige Industrie- gelder in unverdächtige Forschungsgelder wäscht. Forschende müssen bekanntlich immer angeben, wer ihre Arbeiten finanziert hat. Wer da Swissgrid angeben würde, bekäme die grössten Schwierigkei- ten punkto wissenschaftlicher Anerkennung seiner Publikation.
Selbstverständlich wurde zu diesem Science- Brunch kein Sachverständiger pro Erdverlegung als Referent eingeladen. Die Freiluftfanatiker möchten doch lieber unter sich bleiben. 5
4 www.emf.ethz.ch/de/angebot/veranstaltungen/science-brun- ches/science-brunch-26/
5 www.gigaherz.ch/exklusive-krebstagung-am-zuerichsee/
«Wir wollen eine Verlegung in den Boden.»
Marcel Bayard Gemeindepräsident von Grône
   2 3
www.gigaherz.ch/hochspannungsleitungen-der-grosse-volks- beschiss/ www.gigaherz.ch/ausbau-hochspannungsleitung-wattenwil- muehleberg-warten-auf-das-neue-gesetz




































































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