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Gigaherz.ch 100. Rundbrief Seite 14
 Ergebnisse der BLIKK Studie 2017
Übermäßiger Medienkonsum gefährdet Gesundheit von Kindern und Jugendlichen Drogenbeauftragte fordert mehr „digitale Fürsorge“
Eine Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Deutschen Bundesregierung vom 29. Mai 2017
Die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung stehen außer Frage. Doch die Digitalisierung ist nicht ohne Risiko, zumindest dann, wenn der Medienkon- sum außer Kontrolle gerät: Die Zahlen internetab- hängiger Jugendlicher und junger Erwachsener stei- gen rasant - mittlerweile gehen Experten von etwa 600‘000 Internetabhängigen und 2,5 Millionen problematischen Nutzern in Deutschland aus. Mit der heute vorgestellten BLIKK-Medienstudie wer- den nun auch die gesundheitlichen Risiken über- mäßigen Medienkonsums für
Eltern und deren Kinder zum Umgang mit digitalen Medien befragt und gleichzeitig im Rahmen der üblichen Früherkennungsuntersuchungen die kör- perliche, entwicklungsneurologische und psycho- soziale Verfassung umfangreich dokumentiert. Die Studie geht weit über die üblichen Befragungen zu Mediennutzung hinaus.
Die Ergebnisse wurden heute gemeinsam mit den Studienleitern im Ministerium vorgestellt. Dies sind der Direktor des Instituts für Medizinökonomie und
Kinder immer deutlicher. Sie reichen von Fütter- und Ein- schlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstö- rungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. Wenn der Medienkonsum bei Kind oder Eltern auffallend hoch ist, stellen Kinder- und Jugendärz- te weit überdurchschnittlich entsprechende Auffälligkeiten fest.
„Kleinkinder brauchen kein Smartphone. Sie müssen erst einmal lernen, mit beiden Beinen sicher im realen Leben zu stehen.“ Marlene Morlter, Drogenbeauftragte
medizinische Versorgungs- forschung der Rheinischen Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Rainer Riedel (Arzt für Neu- rologie/Psychiatrie, Psycho- therapie) sowie Dr. med. Uwe Büsching, Kinder- und Jugend- arzt und Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Kin- der –und Jugendärzte (BVKJ).
Institutsleiter Prof. Dr. Rie- del dazu: „Als Fazit der Studie ergibt sich, dass der richtige Umgang mit den digitalen
Dazu die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: „Diese Studie ist ein absolutes Novum. Sie zeigt, welche gesundheitlichen Folgen Kinder erleiden können, wenn sie im digitalen Kos- mos in der Entwicklung eigener Medienkompetenz allein gelassen werden, ohne die Hilfe von Eltern, Pädagogen sowie Kinder- und Jugendärzten. Für mich ist ganz klar: Wir müssen die gesundheitlichen Risiken der Digitalisierung ernst nehmen! Es ist drin- gend notwendig, Eltern beim Thema Mediennut- zung Orientierung zu geben. Kleinkinder brauchen kein Smartphone. Sie müssen erst einmal lernen, mit beiden Beinen sicher im realen Leben zu ste- hen. Unter dem Strich ist es höchste Zeit für mehr digitale Fürsorge – durch die Eltern, durch Schulen und Bildungseinrichtungen, aber natürlich auch durch die Politik.“
Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftrag- ten und mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit hat das Projekt „BLIKK-Medien“ 5‘573
Medien, die durchaus einen berechtigt hohen Stel- lenwert in Beruf und Gesellschaft eingenommen haben, frühzeitig kontrolliert geübt werden soll. Dabei müssen soziale und ethische Werte wie Ver- antwortung, reale Kommunikation, Teamgeist und Freundschaft auf allen Ebenen der Erziehung ge- fördert werden. Kinder und junge Menschen sollen lernen, die Vorteile einer inzwischen globalen digi- talen Welt zu nutzen, ohne dabei auf die Erlebnisse mit Freunden im Alltag zu verzichten.“
Kinderarzt und Vorstandsmitglied des BVKJ, Dr. Büsching zu den Ergebnissen der Studie: „Die Sorge der Eltern, ein Kind möge die besten Bedingungen für sein zukünftiges Leben vorfinden, gilt ebenso für Kinder- Jugendärzte. Mit vorschneller Verordnung von Ergo- oder Sprachtherapie allein lassen sich Ge- fahren nicht abwenden. Gerade, wenn das Verhal- ten oder die Entwicklung auffällig ist, sollte immer auch ein unangebrachter Umgang der Eltern wie der Kinder mit Medien in Betracht gezogen werden.




















































































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