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Gigaherz.ch 98. Rundbrief Seite 3
 schutzkommission, die keine Behörde, sondern ein rein privater Verein von Verharmlosern ist, sogar vollkommen verrückte 200 μT.
Der Sommer-Winter Unterschied rührt wohl daher, dass sich die Kälber im Winter vorwiegend in den rundum geschlossenen Boxen mit Magnetfeld auf- hielten und im Sommer vorwiegend im offenen Teil, das heisst, ausserhalb des Magnetfeldes.
War man bisher der Meinung, nur hochfrequente EM-Felder von Sendeanlagen (Radio-TV-Mobilfunk) würden die Melatoninproduktion beeinflussen, zeigt doch die vorliegende Studie auch einen schö- nen Effekt bei niederfrequenten Feldern wie diese von Hochspannungsleitungen und Trafostationen ausgehen.
Die Grafik unten zeigt die tägliche Melatoninaus- schüttungen bei Menschen. 1998 aufgenommen, 14 Tage lang vor und 14 Tage lang nach der defini- tiven Abschaltung des Kurzwellensenders Schwar- zenburg.
Sensationell und zugleich erschreckend sind die Resultate von Gruppe 3. Welch frappanter Unter- schied bei einer Feldstärke von nur 1.34V/m zu Null V/m. Dies bei einem damaligen amtlichen Grenz- wert von 27.5V/m (heute 3V/m).
Die Grafik wurde erstellt von Hans-U. Jakob anhand der Daten einer Nachfolgestudie zum Kurzwel- lensender Schwarzenburg vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der UNI Bern. Parallel dazu (März 1998) lief eine Studie mit Melatoninproben bei Milchkühen, deren Resultate nie veröffentlicht wurden. Nachfragen beim Rektorat der UNI Bern blieben konsequent unbeantwortet. Ein solches Verhalten gibt berechtigterweise zu Spekulationen der schlimmsten Art Anlass.
Empfohlene Links dazu: www.gigaherz.ch/hoch- spannungsleitungen-und-krebs-1659/
oder aus neuester Zeit: www.gigaherz.ch/hoch- spannungsleitungen-der-grosse-volksbeschiss/
 Mittlere 24h Melatonin-Produktion vor und nach Abschaltung in Zone hoher Exposition
• Gruppe 1 vor Abschaltung des Senders 4.6 pg/ml bei 0.55V/m
• Gruppe 1 nach Abschaltung des Senders 9 pg/ml
• Gruppe 2 vor Abschaltung des Senders 9.5 pg/ml bei 0.79V/m
• Gruppe 2 nach Abschaltung des Senders 14.8 pg/ml
• Gruppe3vorAbschaltungdesSenders17.8 pg/ml bei 1.34V/m
• Gruppe 3 nach Abschaltung des Senders 100.6 pg/ml
   vor Abschaltung nach Abschaltung
      Juristenquatsch
Am 26. September 2016 hat das Schweizerische Bundesgericht einen neuen Rechtsbegriff erfunden und festgestellt, dass es zwecks uneingeschränkter Bewilligungsfähigkeit von Mobilfunkantennen nebst einer übermässigen Immission auch noch eine gerechtfertigte Immission gebe.
von Hans-U. Jakob, Präsident von Gigaherz.ch, Schwarzenburg, 5. November 2016
Ein Ausschnitt aus Bundesgerichtsurteil 1A_47/ 2016 lässt jede mit gesundem Menschenverstand ausgestatte Person erschauern und sich fragen, wo leben wir denn da eigentlich?
Zitat aus dem Urteil:
„5.5. Die geplante Erstellung der Mobilfunkanten- nenanlage ist somit zonenkonform und nach öf- fentlichem Recht unangefochten bewilligungsfähig. Führt nun aber ein derartiges Bauvorhaben auf dem
einen Grundstück zu einer – unter Umständen selbst erheblichen – Wertverminderung des benachbar- ten, in derselben Zone gelegenen Grundstücks, so ist es am öffentlichen Recht einen (wirtschaftlichen) Interessenausgleich zwischen den unterschiedlichen Nutzungsarten benachbarter Grundstücke zu schaf- fen (E. 2.2 oben). Wird die (drohende) Schädigung somit durch andere Umstände gerechtfertigt, ist sie – aus zivilrechtlicher Sicht – zu dulden (vgl. dazu











































































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