Page 8 - 70. Rundbrief
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dung: Die elektromagnetische Strahlung der Handys stellt eine Gefahr für die Ge- sundheit der Kinder dar. Die Kammer beschloss auch ein Verbot für Handy-Werbung, die sich an Kinder unter 14 Jahren richtet.
Das neue Gesetz muss noch von der Nationalversammlung, das heisst, von der ersten Kammer verabschiedet werden.
Quelle: Radionachrichten von DRS-1 am 8.10.09
In einem der skrupellosesten Versuche, die an lebenden Kindern je gestartet wurden, sollen im Gegensatz dazu in der Schweiz Handys für den Schulunterricht obligatorisch erklärt werden. Zum Beispiel als tragbares Sprachlabor, als Wörterbuch und als Nachschlagewerk. Dieser geradezu kriminell anmutende 2-Jahresversuch an der Projektschule Goldau (SZ) wurde von einem Mobilfunkbetreiber initiiert, welcher den 11-jähigen Schülern Gratis-Handys und Gratis-Abos dazu zur Verfügung stellt.
Die Aufsichtsbeschwerde von Gigaherz
Gigaherz hat am 4.9.09 gegen den Schulrat der Gemeinde Goldau und gegen die Schulleitung der Projektschule, sowie gegen den Projektleiter (Informatik-Professor) eine Aufsichtsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz deponiert. Siehe unter: http://www.gigaherz.ch/1520
Diese wurde am 26. November vom kantonalen Erziehungsrat behandelt und unter fragwürdigen und fahrlässigen Argumenten abgewiesen.
So wurde beispielsweise behauptet, an den Versuchsschülern seien selbst nach 3 Monaten Versuchsdauer keine Spuren von Körperverletzungen festzustellen. Was ja, bei einer Latenzzeit für Hirntumore von 5 bis 10 Jahren, wohl kaum jemanden, der (noch) über gesunden Menschenverstand verfügt, verwundern kann. Auch seien zahlreiche Vorsorgemassnahmen ergriffen worden, wie etwa die Installation eines WLAN-Senders direkt im Schulzimmer, damit die Handys der Schüler wegen der grossen Distanz zum nächsten UMTS-Sendemast weniger stark aufdrehen müss- ten(!) Und während dem Unterricht dürften die Schüler nur über Freisprechanlagen (Hadsets) kommunizieren. Zudem seien sämtliche behördlich verfügten Grenzwerte eingehalten. Mehr zu den Ansichten des Bundesamtes für Gesundheit erfahren Sie unter
http://www.gigaherz.ch/1368 und http://www.gigaherz.ch/1369 sowie http://www.gigaherz.ch/1371
Bezeichnend für das Verhalten des Erziehungsrates des Kantons Schwyz ist, dass die Schwyzer Presse 10 Tage früher als Gigaherz über das Urteil informiert wurde. Gigaherz musste zuerst über Telefonanrufe von besorgten Eltern von diesem dubi- osen Urteil Kenntnis nehmen!
Im schriftlichen Urteil ist weiter zu lesen: „Im Übrigen kommt für diese Frage nicht das hier gewählte Verfahren zur Anwendung, strafrechtliche Vorkommnisse sind in einem Strafverfahren anzulegen und untersuchen zu lassen.“
Die Vorstandsmitglieder von Gigaherz haben in ihrer Sitzung vom 12.12.09 beschlossen, von diesem “Ratschlag“ Gebrauch zu machen und die Geschichte den Strafverfolgungsbehörden des Kantons Schwyz zu unterbreiten. Auch wenn diese
    





















































































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