Page 9 - 63.Rundbrief
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den jedoch pro Ort nicht 300 Registriergeräte, sondern nur gerade 34. Ergo waren es insgesamt nur gerade 340 Probanden.
Die Sendeleistung der fahrbaren Basisstation war viel zu tief
höchst ungenügende Angaben darüber lassen sich nur nach mühsamer Suche im Text der 252-seitigen Studie von Danker-Hopfe finden.
Hier wird ausgeführt, an den Schlafplätzen der Probanden seien Feldstärken zwi- schen minimal 100 und maximal 120dBuV angestrebt worden. Das dBuV (De Be Mikrovolt ausgesprochen) ist ein logarithmisches und nicht etwa ein lineares Mass. Schon hier versuchte man die Bevölkerung zu verschaukeln. 100-120dBuV tönt etwa so ähnlich schlimm wie 100 bis 120%. Entspricht jedoch gerade mal 0.1 bis 1V/m. Welche Belastungen Anwohner in der Realität zu ertragen haben, kann den rund 600 Standortdatenblättern entnommen werden, die bei unserer NIS-Fachstelle lagern. Diese liegen durchwegs zwischen 3 und 5.99V/m.
Die Belastung bei den Probanden war höchst ungenügend
Diese Werte wurden in der Studie Danker-Hopfe auch nirgends im Klartext publi- ziert. Einzig eine Grafik auf Seite 162, wiederum in dBuV, zeigt, dass umgerechnet höchstens 20% aller Probanden mit 1V/m belastet waren. Über 80% hatten weniger als 0.3V/m und etwa 20% sogar weniger als 0.03V/m. Im Grossen und Ganzen ein unbrauchbares Gemisch für eine seriöse Studie mit Schlafparametern. Und 0.3V/m hätte eventuell bei hochsensiblen Leuten noch knapp ausgereicht, wenn tagsüber eine Vorbelastung stattgefunden hätte. Aber tagsüber hatte man die Sender ja be- wusst ausgeschaltet.
Die Höhe der Antenne über Boden war viel zu tief
Die Höhe des Antennenmastes der fahrbaren Basisstation betrug gerade mal 10m. Das heisst, dass an etlichen Aufstellungsorten die Strahlung voll in die Nachbar- dächer hineinging und dahinter praktisch Ruhe herrschte. Die Bilder in der Studie zeigen auch bis zu 15m hohe Bäume und starke Geländeanstiege, welche die Aus- breitung der Strahlung weitgehend zum Erliegen brachte.
Die vertikalen Abstrahlwinkel der fahrbaren Basisstation sind unbekannt.
Welcher Winkel gewählt wurde, ist in der Studie nirgends publiziert. Ein “Schön- heitsfehler“ der sich gut in die bisherigen Mogeleien einfügt. Mit dem falsch gewähl- ten vertikalen Abstrahlwinkel lässt sich Strahlung nämlich (in V/m gemessen) ganz gut um Faktor 5 variieren.
Das verwendete Signal (Strahlungsform) entsprach nicht einer “normalen“ GSM-Basisstation
Laut Aussagen in der Studie Danker-Hopfe, welche auch mit den abgebildeten Spek- trum-Analysen übereinstimmen, wurde ein ständiger 7/8 Puls simuliert. Das heisst, eine auf der Trägerfrequenz schön regelmässig aufmodulierte Pulsfrequenz von 1522.5Hz. Das entspricht überhaupt nicht der Realität. Ein „normaler“ Mobilfunk- sender sendet auch in der Nacht eine Pulsfrequenz, die ständig zwischen 435 (2/8) und 1740Hz (8/8) unregelmässig und sehr schnell hin und her pendelt. Und auch in der Nacht werden, je nach Verkehrsaufkommen noch zusätzliche Verkehrskanäle zu- und abgeschaltet. Simuliert wurde also eine saubere Ordnung an Stelle von einem Chaos. UMTS-Strahlung wurde nicht gesendet und aus der Studie völlig aus- geklammert.






















































































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