Page 3 - Gemeindebrief-Nr2-2021
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Gigaherz.ch Gemeindebrief 22021׀ Seite 3 Mobilfunk und Lügen
Bundesbehörden und Bundesrichter müssen seit Einführung des Mobilfunks die Bevölkerung konstant anlügen. Warum ist das so?
Der Bund kassiert einerseits Milliarden an Konzessionsgebühren, andererseits muss er als Verordnungsgeber den Mo- bilfunkkonzernen mit wirksamen Grenz- werten das Geschäft vermiesen. Das Schweizerische Umweltschutzgesetz enthält einen Vorsorgeauftrag. Dieser verlangt, Emissionen vorsorglich auf so niedrige Werte zu begrenzen "wie tech- nisch möglich und wirtschaftlich trag- bar". Diese unmögliche Quadratur von Vorsorgeauftrag, technischer Möglich- keit, wirtschaftlicher Tragbarkeit und normalem Gewinnstreben versuchte man mit der Festlegung von "10mal tie- feren Anlagegrenzwerten" zu erreichen. Das war seit Beginn des Mobilfunkzeit- alters die erste und grösste Schwindelei.
Weshalb sich Mobilfunkerlügen
über Jahrzehnte halten können
Das ist ganz einfach erklärbar: Kantons- und Bundesrichter mögen wohl gute Ju- risten sein, aber, was sich immer und im- mer wieder von Neuem herausstellt, von der Funktechnoloigie verstehen sie nicht viel. Somit haben die Helfer der Mobil- funkbetreiber auf Kantons- und Bundes- ämtern ein leichtes Spiel und können dort getrost jeden nur erdenklichen hö- heren technischen Blödsinn auftischen. Noch nie wäre es einem Bundes- oder Kantonsrichter in den Sinn gekommen zu hinterfragen, ob nicht etwa Einspre-
chende und Beschwerdeführende Recht haben könnten. Vielmehr wird dort be- denkenlos einfach alles den Vollzugsbe- hörden des Kantons oder vielmals sogar noch den Mobilfunkbetreibern abge- schrieben, meistens Wort für Wort oder Satz für Satz kopiert. Die Richter nennen das «das antizipierte Beweisverfahren». Das ist ein Beweisverfahren, welches dem Gericht erlaubt, die Beweismittel der Beschwerdeführenden nicht weiter zu untersuchen, sondern sich nur noch auf solche zu verlassen, die auf eine vor- gefassten Meinung des Richtergremi- ums passend erscheinen. So ist in den meisten Urteilsbegründungen als Fazit nachzulesen: «Es besteht kein Anlass, von der Einschätzung der kantonalen oder eidgenössischen Fachbehörde ab- zuweichen.» Kennen wir solches Ver- fahren nicht sehr gut aus den Berichten aus totalitären Staaten, wie etwa China, Russland, Belarus, Myanmar usw?
«Das eigene Handy strahlt viel stärker als der Mobilfunksender auf dem Nachbardach.»
Dass das unmöglich stimmen kann, geht bereits aus den auf den Gemeindever- waltungen aufliegenden Standortda- tenblättern hervor. Nimmt man für den Vergleich die typisch für einen Kreissek- tor von 120° verwendete Sendeleistung von 3'000Watt ERP, können selbst funk-


























































































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