Page 11 - Gemeindebrief-Nr2-2021
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Gigaherz.ch Gemeindebrief 22021׀ Seite 11
Wer sich akkrediteren lassen will, muss als erstes eine schriftliche Erklärung dar- über abgeben, dass er Messberichte an- derer Akkreditierter anerkennt und nie gegen andere Akkreditierte oder gegen die Akkreditierungsstelle selbst Aussa- gen machen wird. Ansonsten er sowohl die Akkreditierung wie die dafür einbe- zahlten Beträge verlieren wird (Doku- ment 707 der SAS)
Nicht akkreditierte kritische Messtech- niker sind sich darüber einig, dass der technischer Bericht: «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen im Frequenzbe- reich bis zu 6 GHz, vom 20. April 2020» nicht praxistauglich ist.
Messbar, selbst mit modernsten und teuersten Messgeräten, sind lediglich die sogenannten Signalisierungska- näle (manchmal auch Pilotkanäle ge- nannt). Das sind vier Beams, die wie ein Miniatur-Flugüberwachungsradar un- unterbrochen Tag und Nacht in einem 120°-Sektor herumrotieren und nach Usern (Endgeräten) suchen, die nach Daten schreien. Diese Signalisierungs- beams rotieren wesentlich langsamer als die Datenbeams und sind deshalb noch gerade knapp messbar. Die weit- aus zahlreicheren und weitaus schneller rotierenden Datenkanäle dagegen, die im Millisekundenintervall ihre Position wechseln, können nicht mehr erfasst werden. Da sind selbst die modernsten Messgeräte zu langsam.
Nach METAS soll nun die Messung eines der vier Signalisierungskanäle auf die
Volllast des Senders hochgerechnet wer- den. Mittels einer Hochrechnung mit ei- nem Faktor zwischen 20 und 100. Dieser Hochrechnungsfaktor ist jedoch hoch umstritten. Denn die Datenbeams sind punkto Sendeleistung, Reichweite, An- zahl User und Rotationsgeschwindigkeit bei jeder Basisstation komplett anders. Womit eine Abnahmemessung eher zu einer groben Schätzung des Zustandes verkommt.
Wer der Sache auf den Grund gehen möchte und auf Grund des Öffentlich- keitsprinzips in der Verwaltung die Her- ausgabe der Messberichte verlangt, wird für dumm verkauft. Die Messberichte der zertifizierten und akkreditierten Messfirmen werden von den kantona- len Umweltämtern in dem Sinn zensiert, dass reihenweise Seiten herausgenom- men werden, offensichtlich vorwiegend solche mit den Hochrechnungen auf den adaptiven MIMO- und Beamforming- Betrieb bei 5G-Antennen. Auf den noch verbleibenden Seiten werden alle Stel- len, die noch Rückschlüsse ermöglichen würden, schwarz eingefärbt.
So lange diese Praxis anhält, gilt: Strahlung aus 5G-Anlagen kann nicht rechtsgenügend gemessen werden.



























































































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