Page 10 - Gemeindebrief-Nr2-2021
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Gigaherz.ch Gemeindebrief 22021׀ Seite 10
Antenne vor Ort bis in das kantonale Umweltamt bleibt unweigerlich in den Steuerzentralen der Mobilfunkbetreiber stecken. Was von da aus mittels 2-Mo- nats-Formular weitergegeben wird, bleibt völlig in der Eigenverantwortung der Betreiber und hat mit einem unun- terbrochenen Datenfluss von der Anten- ne bis zum Amt für Umwelt erst recht nichts zu tun.
Im oben genannten Bundesgerichtsur- teil steht: «Das BAFU wird aufgefordert, im Rahmen seiner Aufgaben den Vollzug der NISV zu überwachen und die Voll- zugsmassnahmen der Kantone zu koor- dinieren (vgl. E. 6.1 hievor), erneut eine schweizweite Kontrolle des ordnungsge- mässen Funktionierens der QS-Systeme durchführen zu lassen oder zu koordinie- ren. Dies drängt sich auch deshalb auf, weil sich die letzte dieser Kontrollen in den Jahren 2010/2011 auf die compu- tergesteuerten Parameter und die An- gaben in den Datenbanken beschränkte und damals der Datenfluss bzw. die Da- tenübertragung von der realen Anlage in die QS-Datenbank nicht vor Ort über- prüft wurde. Zur Prüfung dieser Daten- übertragung sollten daher die nächsten Stichprobenkontrollen mit Kontrollen vor Ort an den Anlagen ergänzt werden, wie dies die Ecosens AG im Bericht zur Stich- probenkontrolle 2010/2011 empfiehlt.»
Das BAFU ist dieser Aufforderung bis heute (20.7.2021) nicht nachgekommen. Es ist nicht einmal der geringste Ansatz eines Versuchs dazu erkennbar. Der
Grund ist ein simpel einfacher. Was nicht vorhanden ist, lässt sich auch nicht über- prüfen.
So lange kein tadellos funktionierender, ununter- brochener Datenfluss von der Antenne vor Ort bis hin zu den kantonalen Umwelt- ämtern garantiert ist, darf
auch keine Baubewilligung ausgestellt werden.
Unmögliche Abnahmemessungen: 5G-Strahlung kann immer noch nicht gemessen werden
Alle im Standortdatenblatt deklarierten Orte empfindlicher Nutzung (OMEN), die mit einem Strahlungswert von über 80% des Anlage-Grenzwertes von 5V/m, also mit über 4V/m berechnet worden sind, müssen spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme der Anlage mit soge- nannten Abnahmemessungen überprüft werden. Nicht etwa von Amtsperso- nen, sondern von beim Bund sogenannt akkreditierten privaten Messfirmen. Akkreditierte Messfirmen sind oft Ak- tiengesellschaften, bei welchen die Be- sitzverhältnisse nicht ganz klar sind. Das ganze schweizerische Akkreditierungs- wesen ist eine recht undurchsichtige Sa- che.


























































































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